Botsuana Wirtschaftstrends

Wirtschaftstrends Jahreswechsel 2011/2012-Botsuana

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Verfasser: Carsten Ehlers (1. Quartal 2012)

Bonn (gtai) - Botsuanas Bruttoinlandsprodukt dürfte 2012 real um etwa 5,9% wachsen, 2013 wird sogar mit 7,0% gerechnet. Damit würde das Land seinen positiven Wachstumspfad der vergangenen Jahre weiter beschreiten. Fast alles muss importiert werden. Lieferchancen bestehen in erster Linie bei Investitionsgütern für den Bergbau und die Infrastruktur. Zu Letzterer zählen die Bereiche Energie, Wasser, Telekommunikation und Gesundheit.

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts

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Botsuanas Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte 2012 real um etwa 5,9% wachsen. Im regionalen Vergleich ist dies ein gutes Ergebnis. Bereits in der Vergangenheit zählte das Land zu den am schnellsten wachsenden Ökonomien Afrikas. In Relation zu den 2011 erzielten und den für 2013 prognostizierten 7,0% BIP-Plus erscheinen die Aussichten für 2012 eher gedämpft. Dies liegt an der erwarteten schwächeren Weltkonjunktur, von der Botsuana als einer der weltweit größten Diamantenexporteure sehr stark abhängt. Botsuana ist mit seinen etwa 2 Mio. Einwohnern, die sich auf einer Fläche, die in etwa der Frankreichs entspricht, verteilen, ein recht kleiner Markt. Durch seine Nähe zum südafrikanischen Industriezentrum Gauteng (Johannesburg, Pretoria) bevorzugen viele Unternehmen die Betreuung des Marktes von Südafrika aus. Johannesburg ist nur etwa 400 km von der Hauptstadt Gaborone entfernt.

Wirtschaftliche Eckdaten

Indikator 2010 2011 1) Vergleichsdaten Deutschland 2010
BIP (nominal, Mrd. US$) 14,9 17,3 3.285
BIP pro Kopf (US$) 7.429 8.646 40.171
Bevölkerung (Mio.) 2,0 2,0 81,8
Wechselkurs (1 US$ =) 2) 6,7952 6,8362

1) Schätzungen; 2) Jahresdurchschnittskurs des botsuanischen Pula (P)

Quellen: EIU; Oanda

 

Ausgewählte Großprojekte

Projektbezeichnung Investitionssumme Projektstand Anmerkung
Ausbau des Palapye-Kraftwerkes 1,7 Mrd. P Im Bau Aufstockung der Kapazität von 120 MW auf 720 MW
Cut-8-Projekt (Ausbau der Jwaneng-Diamantenmine) 3 Mrd. US$ Im Bau Schrittweiser Ausbau bis 2025
Ausbau der Morupule-Kohlemine 1,7 Mrd. P Im Bau Abschluss bis 2013
Nord-Süd-Wasserpipeline 5 Mrd. P Geplant Versorgungspipeline zwischen Gaborone und Francistown

Quellen: Recherchen von Germany Trade & Invest; Pressemeldungen

 

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