Angola Einreise

Wirtschaftsbeziehungen mit Angola ausbaufähig

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Von Inge Hackenbroch (Juli 2010)

Luanda (gtai) - Zum Deutsch-Angolanischen Wirtschaftsforum in Luanda reisten 70 deutsche Unternehmensvertreter. Angola ist inzwischen der drittwichtigste Handelspartner Deutschlands in Afrika südlich der Sahara. Die vielfältigen Hürden für Reisen und Aufenthalte in Angola waren Schwerpunkt des Forums. Einige Verbesserungen sind bereits erzielt worden. (Kontaktanschriften).

Delegiertenbüro als neue Anlaufstelle / Angolaner wünschen sich Investitionen in die Baubranche

Das Deutsch-Angolanische Wirtschaftsforum fand bereits zum dritten Mal statt. Rund 220 Besucher waren laut dem Organisator Afrika-Verein auf der zweitägigen Veranstaltung vom 1. bis 2. Juli. Das Interesse der deutschen Wirtschaft an dem afrikanischen Zukunftsmarkt Angola ist nach wie vor ungebrochen. Damit hatte auch dieses erstmals in Luanda abgehaltene Forum unter der Ägide des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie eine erfolgreiche Resonanz, wie schon die beiden ersten Veranstaltungen in Deutschland, zuletzt in Berlin im Februar 2009.

Schwerpunkt waren die Investitionsbedingungen, die geschäftlichen Rahmenbedingungen sowie Finanzierungsfragen speziell im Infrastruktursektor. Gegenwärtig werde ein Rechtsrahmen für bilaterale Partnerschaften geschaffen, so der Staatssekretär im angolanischen Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (Ministry for Economic Coordination), Job Graca.

Die zentrale Botschaft des Direktors der angolanischen Investitionsförderagentur (ANIP), Aguinaldo Jaime, lautet: "Wirtschaftliche Diversifizierung steht bei uns im Fokus, um die Abhängigkeit vom Öl zu reduzieren". Dies bedeute große Chancen für Investitionen in allen wichtigen Sektoren der Wirtschaft. Wegen des anhaltenden Baubooms im Zuge des Wiederaufbaus wünschten sich die Angolaner dringend Investitionen in die Produktion von Baumaterialien, so ein Vertreter der einheimischen Bauwirtschaft.

Die Unterstützung deutscher Geschäftsbemühungen im portugiesisch-sprachigen Angola durch ein Delegiertenbüro wird als besonders wichtig angesehen in einem Markt, der für ausländische Unternehmen mit ganz besonderen Schwierigkeiten aufwartet.

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