Sambia Bergbau

Vale und First Quantum planen in Sambia große Minen

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Verfasser: Carsten Ehlers (1. Quartal 2011)

Lusaka (gtai) - Mit der brasilianischen Vale und der kanadischen First Quantum gaben zwei Unternehmen Pläne für weitere Großinvestitionen in Sambias Kupferbergbau bekannt. First Quantum will etwa 1 Mrd. US$ in das Trident-Projekt investieren, das aus drei Großminen besteht. Vale will mit der südafrikanischen ARM die Konkola-North-Mine für 400 Mio. US$ ausbauen. Sollten die Vorhaben realisiert werden, dürfte Sambias Kupferbergbau einen weiteren Quantensprung vollziehen. (Kontaktanschriften)

Für 2011 Produktion von 850.000 t Kupfer angestrebt / Chinesische Präsenz nimmt spürbar zu

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Die mit Abstand größte Investition in Sambias Kupferbergbau kündigte im Januar 2011 die kanadische First Quantum an. Das Unternehmen beabsichtigt, etwa 1 Mrd. US$ in das Kupferprojekt Trident im Nordwesten des Landes zu investieren, das bis in die Demokratische Republik Kongo hinüberreichen soll. Trident wird aus drei Tagebauminen (Sentinel, Enterprise und Intrepid) und einer eigenen Schmelze in der nahe gelegenen Stadt Solwezi bestehen. Zudem ist der Bau eines kleineren Wasserkraftwerks in der Nähe der Mine vorgesehen.

Insgesamt sollen mehr als 300.000 jato Kupfer abgebaut werden. Für First Quantum dürfte es schwer werden, die Investition alleine zu stemmen. Allerdings gilt die Börse in Toronto, wo das Unternehmen gelistet ist, als gute Kapitalquelle für kleinere Bergbauunternehmen. First Quantum betreibt bereits die Kansanshi-Mine sehr erfolgreich.

Ebenfalls in der Planungsphase befindet sich das Projekt Konkola North bei Chililabombwe. Beteiligt sind die brasilianische Vale sowie die südafrikanische African Rainbow Minerals (ARM). Haupteigner von ARM ist der am Kap bekannte schwarze Geschäftsmann Patrice Motsepe, der sich in Südafrika vor allem im Rahmen des Black-Economic-Empowerment in die immer noch vorrangig in weißer Eignerschaft befindlichen Minen eingekauft hat. Konkola North soll etwa 2013 den Betrieb aufnehmen und zunächst jährlich etwa 50.000 t Kupfer produzieren. In der zweiten Ausbauphase soll die Kapazität bis 2015 auf 100.000 jato verdoppelt werden. Insgesamt rund 400 Mio. US$ wollen die beiden Anteilseigner in das Vorhaben investieren.

Sollten Trident und Konkola North realisiert werden, dürfte es bei Bergbautechnik und sonstiger Infrastruktur zu zahlreichen Lieferchancen für deutsche Unternehmen kommen. Das Geschäftsumfeld für weitere Kupferprojekte ist aufgrund der aktuellen Preislage hervorragend. Im Januar 2011 überschritt der Kupferpreis an der London Metal Exchange erstmals die 10.000 US-Dollar-Marke pro t.

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