Südafrika Petrochemie

Südafrikas Raffinerien müssen modernisiert werden

PDF version

Verfasser: Heiko Stumpf (1. Quartal 2012)

Bonn (gtai) - In Südafrika sollen bis 2017 strengere Umweltauflagen für die Zusammensetzung von Benzin und Diesel eingeführt werden. Dies erfordert von den die Raffinerien ein umfassendes Investitionsprogramm. Die technische Aufrüstung soll 2013 beginnen und Milliardenbeträge kosten. Zudem stehen Erweiterungsinvestitionen an, denn die Nachfrage nach petrochemischen Produkten übersteigt bereits die heimische Produktionskapazität. Für Biokraftstoff sind feste Werte für Beimischungen geplant. (Kontaktanschriften)

Ab 2017 neue Kraftstoffnorm / Milliardeninvestitionen erforderlich

Südafrikas Petrochemie steht vor einer umfangreichen technischen Überholung ihrer Produktionsanlagen. Grund dafür ist die Einführung der Cleaner Fuels 2 (CF2) Spezifikation für Kraftstoffe. Diese soll ab 2017 verbindlich gelten und sieht deutlich strengere Grenzwerte für die Zusammensetzung von Benzin und Diesel vor. CF2 entspricht dabei dem Euro V Standard für Kraftstoffe, der in Deutschland durch DIN 590:2004 spezifiziert wird.

Damit Südafrikas Raffinieren den neuen Vorgaben entsprechende Kraftstoffe produzieren können, sind weitreichende Modernisierungsmaßnahmen erforderlich. Die dafür notwendigen Investitionen werden auf etwa 25 Mrd. Rand (R; rund 2,5 Mrd. Euro; 1 Rand = ungefähr 0,10 Euro) geschätzt. Von Seiten der Industrie wird sogar eine Summe von bis zu 40 Mrd. R genannt. Laut Shell und BP würde zum Beispiel eine Aufrüstung der gemeinsam betriebenen Sapref Raffinerie in Durban 250 Mio. US$ kosten.

Bereits ab 2013 sollen Benzin und Diesel gemäß der Euro V Spezifikation in Südafrika erhältlich sein. Zu diesem Zeitpunkt wird es aber noch nicht möglich sein, diese sauberen Kraftstoffe vor Ort zu produzieren. Deshalb wäre Südafrika zunächst auf Importe angewiesen.

Schon 2015 soll die erste südafrikanische Raffinerie die neuen Standards erfüllen können, zwei Jahre später soll die gesamte technische Umstellung abgeschlossen sein. Wie der Industrieverband Southern African Petroleum Industry Association (SAPIA) dazu erklärt, wird die technische Umrüstung aller südafrikanischen Produktionsstätten mindestens fünf Jahre dauern. Demnach müssten die ersten Arbeiten spätestens 2013 beginnen.

 

Zum Gesamtartikel inklusive Kontaktanschriften