Südafrika Häfen

Südafrika baut Kapazität der Seehäfen deutlich aus

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Verfasser: Heiko Stumpf (2. Quartal 2012)

Johannesburg (gtai) - In Südafrika werden die Überseehäfen auf den kommenden Anstieg des Frachtumschlages vorbereitet. Insbesondere in Durban werden neue Kapazitäten geschaffen und der Bau eines zweiten Hafens in die Wege geleitet. Port Ngquara ist als Verladeort von Mangan vorgesehen und soll sich zum zweitgrößten Umschlagplatz des Landes entwickeln. Auch der Eisenerzhafen Saldanha und Richards Bay mit dem Kohleterminal profitieren von den geplanten Maßnahmen. (Kontaktanschriften)

Bis 2019 sollen rund 8 Mrd. Euro investiert werden / Großprojekt in Durban geplant

Südafrikas staatlicher Logistikkonzern Transnet unternimmt große Anstrengungen, um die Umschlagskapazität der Häfen des Landes zu erhöhen. Ziel ist dabei auch, die Exportmöglichkeiten für den Bergbausektor zu verbessern. Bis 2019 stellt das Unternehmen im Rahmen der Market Demand Strategy (MDS) 80 Mrd. Rand (R; etwa 8 Mrd. Euro; 1 R = rund 0,10 Euro) für die Hafenentwicklung zur Verfügung. Die Mittel gehen an die zwei mit dem Betrieb der Häfen beauftragten Divisionen von Transnet. Insgesamt handelt es sich bei der MDS um ein 300 Mrd. R schweres Investitionsprogramm, das Transnet im April 2012 vorgestellt hat.

Für die im operativen Geschäft tätige Transnet Port Terminals Division (TPT) ist ein Betrag von 33 Mrd. R vorgesehen. Nach Angaben von TPT wird mit 71% der überwiegende Teil der zur Verfügung stehenden Gelder für die Erweiterung der Kapazitäten verwendet, während nur 29% in Erhaltungsinvestitionen fließen. Im Zuge der anstehenden Maßnahmen werden etwa 9,8 Mrd. R für den Ausbau der Containerterminals in Durban und Ngquara verwendet.

Ausbau der Containerterminals
Anlage Maßnahme
Durban Container Terminal (DCT) Pier 1 Kapazitätserhöhung von 700.000 auf 1,2 Mio. TEU *) bis 2016/17
Durban Container Terminal (DCT) Pier 2 Kapazitätserhöhung von 2,1 Mio. auf 3,3 Mio. TEU bis 2017/18
Ngquara Container Terminal Kapazitätserhöhung von 800.000 auf 2 Mio. TEU bis 2018/19

*) Twenty-foot Equivalent Unit

Quelle: TPT

Als zusätzliche Maßnahme hat TPT angekündigt, auch in weiteren Anlagen, wie dem Durban Ro-Ro und Maydon Wharf Terminal, Kapazitäten zur Abfertigung von Containern zu schaffen. Bereits seit längerem laufende Arbeiten zur Erweiterung des Terminals in Kapstadt von 700.000 auf 1,4 Mio. TEU sollen im April 2013 abgeschlossen sein.

Den restlichen Betrag von rund 23 Mrd. R will TPT in die Massengut-Terminals stecken. So wird im Hafen von Saldanha Bay die Kapazität für die Verladung von Eisenerz um 22 Mio. auf 82 Mio. t pro Jahr erhöht. Die Anlage in Richards Bay soll durch neue Ausrüstungen im Wert von 3,7 Mrd. R modernisiert werden. Weitere 1,2 Mrd. R sind für Projekte zur Erweiterung des in der Provinz KwaZulu-Natal gelegenen Hafens vorgesehen, wobei auch das Kohleterminal mit einbezogen werden soll.

 

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