Simbabwe Bergbau

Simbabwes Bergbau verzeichnet deutlichen Aufschwung

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Verfasser: Carsten Ehlers (1. Quartal 2011)

Harare (gtai) - In Simbabwes Bergbau ist seit Mitte 2009 eine spürbare Belebung festzustellen. Durch die Einführung des US-Dollar als Währung wurde der Abbau in vielen stillgelegten Minen wieder attraktiv. Vor allem der Goldbergbau profitierte von dem Währungswechsel. Auch im Kohlebereich steht eine Vielzahl von Investitionen an. Ausländische Kapitalgeber werden dringend gesucht. Hierbei dürften aber das Indigenisierungsgesetz sowie die Stromknappheit immer noch hinderlich sein. (Kontaktanschriften)

Ausländische Investoren gefragt / Goldproduktion fast verdoppelt / Indigenisierungsgesetz schreckt ab

Seit etwa Mitte 2009 nimmt die Aktivität im simbabwischen Bergbau deutlich zu. Bleibt die politische Lage zumindest so wie sie ist, dann sind 2011 weitere Investitionen zu erwarten. Als aussichtsreich gelten vor allem die Bereiche Gold, Platin, Kohle und Diamanten. Die Chancen für deutsche Bergbauzulieferer sind gut. Der simbabwische Markt kann relativ einfach von Südafrika aus versorgt werden.

Als sich der lokale Bergbau Ende 2008 auf seinem Tiefpunkt befand, produzierten nur noch drei Unternehmen, die Platinhersteller Zimplats und Aquarius sowie Murowa Diamonds (Rio Tinto). Inzwischen hat sich dies deutlich geändert. In etlichen Goldminen wurde Wasser aus den Schächten gepumpt und der Betrieb wieder aufgenommen. Vielen Unternehmen in allen Bergbaubereichen fehlt allerdings noch das Kapital für die dringend notwendigen Modernisierungen. Ausländische Investoren sind hochwillkommen.

Simbabwe

Trotz des Aufschwungs bleiben einige der alten Probleme bestehen. Hierzu zählen die Stromknappheit und das 2010 beschlossene Indigenisierungsgesetz. Demnach müssen die Bergbauunternehmen 51% ihrer Anteile an schwarze simbabwische Unternehmen abtreten. Da der Bergbau sehr kapitalintensiv ist, dürfte dies eine entsprechend teure Angelegenheit werden und viele potenzielle Investoren davon abhalten, ins Land zu kommen.

Zum Vergleich: Im Nachbarland Südafrika schreibt das Black Economic Empowerment eine Abgabe von 26% der Eigentumsanteile vor. Alternativ dazu haben die Unternehmen jedoch die Möglichkeit, über andere Bereiche Punkte zu sammeln - unter anderem durch Einstellung schwarzer Mitarbeiter, Einkauf bei schwarzen Unternehmen sowie soziale Projekte in schwarzen Siedlungen. Simbabwische Bergbauunternehmen schlugen der Regierung eine ähnliche Regelung vor, diese lehnte jedoch bislang ab.

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