Mosambik Energie

Mosambiks Stromversorger sucht Privatinvestoren

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Verfasser: Carsten Ehlers (Dezember 2010)

Maputo (gtai) - Mosambiks Potenzial zur Energieerzeugung ist immens und das Nachbarland Südafrika benötigt dringend Strom. Deshalb gibt es seit Jahren eine Liste größerer Projekte, die auf private Investoren warten. Allerdings scheint sich nichts zu bewegen ohne eine Abnahmegarantie des südafrikanischen Stromversorgers Eskom. Im Gespräch sind Kraftwerke, die mit Gas, Wasser und Kohle betrieben werden. Dem mosambikanischen Stromversorger EDM fehlt das Geld für die alleinige Finanzierung. (Kontaktanschriften)

Pläne für Kraftwerke mit Gas, Wasser und Kohle / Export nach Südafrika angestrebt

Mosambik

Das mosambikanische Energiepotenzial scheint riesig. Entsprechend umfangreich sind die Projektplanungen des staatlichen Stromversorgers Electricidade de Mocambique (EDM). So sind bis 2015 unter anderem zwei Gasprojekte vorgesehen. In Matola bei Maputo sollen Diesel- in Gasgeneratoren umgewandelt werden. Auf etwa 65 Mio. US$ werden die Kosten veranschlagt. Die Kapazität würde bei annähernd 80 MW liegen. Bereits fertig ist die Machbarkeitsstudie, auch die deutsche Fichtner war in die Vorbereitungsarbeiten involviert. Mit einer Ausschreibung wird Mitte 2011 gerechnet.

Beim mosambikanisch-südafrikanischen Grenzübergang Ressano Garcia ist ein deutlich größeres Gaskraftwerk im Gespräch. Dort soll Gas von der weiter nach Südafrika verlaufenden Pipeline des Petrochemieunternehmens Sasol entnommen werden. Die Kapazität könnte bei 150 bis 250 MW liegen, die Kosten bei rund 180 Mio. bis 270 Mio. US$. Noch unklar ist, welche Technologie verwendet werden soll.

Ein Wasserkraftwerk mit circa 1.500 MW soll bei Mphanda Nkuwa am Sambesi-Fluss, etwa 60 km westlich des Cahora-Bassa-Staudamms, entstehen. Am geplanten 700 m langen und 90 m hohen Staudamm sollen in der ersten Phase vier Turbinen mit je 375 MW installiert werden. Der Stausee würde mit etwa 97 qkm deutlich kleiner sein als Cahora Bassa oder Lake Kariba stromaufwärts.

Von der Regierung wurde der Bau 2010 genehmigt. Allerdings sind bei der Finanzierung noch große Hürden zu überwinden. Auf etwa 2,5 Mrd. bis 2,9 Mrd. US$ schätzt Carlos Yum, Direktor von EDM, die Kosten des Projekts. Bislang sind an Mphanda Nkuwa neben EDM die brasilianische Camargo Correia und die lokale Energia Capital beteiligt. Sie sollen etwa 30% des benötigten Kapitals einbringen.

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