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Morupule-Kohlemine in Botsuana wird ausgebaut

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Verfasser: Carsten Ehlers (2. Quartal 2011)

Gaborone (gtai) - In Botsuana wird der Bergbau derzeit von zwei großen Investitionsvorhaben dominiert: Debswana baut die Morupule-Kohlemine aus, die das nahe gelegene Kraftwerk beliefern soll, und erweitert die Jwaneng-Mine. Jwaneng zählt zu den größten Diamantenminen des Landes. Die dort geplante Investition von geschätzten 3 Mrd. US$ ist eines der bedeutendsten Projekte in der Geschichte Botsuanas. Sie soll bis 2025 schrittweise getätigt werden. (Kontaktanschriften)

Debswana investiert große Summen in Jwaneng-Diamantenvorkommen / Diversifizierung stockt

Botsuana möchte den Abbau von Rohstoffen diversifizieren und ist dafür auf der Suche nach Investoren. Bislang wurden Vorkommen von Kohle, Methan aus Kohleflözen, Kupfer, Nickel und Uran nachgewiesen. Einige größere Vorhaben, wie das Activox-Nickel-Projekt von Norilsk und Tati sowie das Mmabula-Kohlefeld, haben sich in den letzten Jahren allerdings zerschlagen. Bis dato basiert der Bergbau des Landes nahezu ausschließlich auf dem Abbau von Diamanten, in dem das Unternehmen Debswana praktisch als Monopolist tätig ist.

Wichtigstes neues Projekt ist der groß angelegte Ausbau der Morupule-Kohlemine nahe dem einzigen Kraftwerk des Landes. Dieses wird zurzeit von einer installierten Kapazität von 120 auf 720 MW erweitert. Die Kosten dafür liegen bei 1,7 Mrd. Pula (P; umgerechnet rund 179 Mio. Euro; 1 P = circa 0,11 Euro) und werden von der Weltbank, einer chinesischen Bank sowie der botsuanischen Regierung getragen. Bis 2013 sollen die von einem chinesischen Unternehmen am Kraftwerk durchgeführten Arbeiten abgeschlossen sein.

Dann soll in Morupule auch deutlich mehr Kohle abgebaut werden als bislang. Sechs südafrikanische Banken stellten Ende 2010 die für die Erweiterung der Mine benötigten 1,4 Mrd. P bereit. Die Kapazität wird von einer auf drei Mio. jato ausgebaut. Konzessionär der Mine ist Morupule Colliery Ltd., eine 100prozentige Tochter von Debswana.

Die größte Investition des botsuanischen Bergbaus läuft im Diamantenbereich. Im Rahmen des "Cut 8"-Projektes investiert Debswana bis zum Jahr 2025 insgesamt rund 3 Mrd. US$ in den schrittweisen Ausbau seiner Jwaneng-Mine. Davon werden annähernd 500 Mio. US$ in neue Maschinen und Ausrüstungen fließen. Um an die Diamantenader zu gelangen, müssen an die 700 Mio. t Erde bewegt werden. In der Ader sollen etwa 95 Mio. Karat lagern, was einem Wert von über 15 Mrd. US$ entspräche.

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