Mauritius Transport

Mauritius investiert in den Ausbau der Hafeninfrastruktur

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Verfasser: Heiko Stumpf (3. Quartal 2011)

Bonn (gtai) - Mauritius bereitet sich auf einen starken Anstieg des Umschlages mit Containerschiffen vor. Bis 2015 werden die Kapazitäten des Terminals in Port Louis fast verdoppelt. Auch die Fahrwassertiefe wird ausgebaut, um modernere und größere Containerschiffe abfertigen zu können. Langfristig soll ein zweites Terminal in Betrieb gehen. Darüber hinaus werden in Hafennähe Großprojekte realisiert, wie der Bau eines Flüssiggaslagers und eines völlig neuen Stadtviertels. (Kontaktanschrift)

Deutliche Erweiterung der Kapazitäten / Projekte auch im weiteren Umfeld

Im Hafen der mauritischen Hauptstadt Port Louis werden in den nächsten Jahren die Kapazitäten für die Abfertigung von Containerschiffen aufgestockt. In der 1. Ausbauphase tätigt die Hafenbehörde Mauritius Port Authority (MPA) bis 2015 für die Erweiterung der bestehenden Anlage Investitionen in Höhe von 222 Mio. US$. Das bietet Geschäftschancen für deutsche Unternehmen, insbesondere für Lieferanten von Kränen und Hafentechnik, wie zum Beispiel Container-Scannern. Aber auch im Bereich Beratungs- und Planungsdienstleistungen können Unternehmen aus Deutschland zum Zuge kommen.

1. Ausbauphase des Hafens von Port Louis
Art der Maßnahmen Baukosten/-zeit Terminalkapazität
Kaiverlängerung um 150 m; Kaiverstärkung; Fahrrinnenvertiefung um 2,0 auf 16,5 m; Erweiterung der Container-Lagerfläche um 6,5 auf 21,5 ha 110 Mio. US$; bis 2013 2 Liegeplätze; 750.000 Twenty Foot Equivalent Unit (TEU)
Kaiverlängerung um weitere 290 auf 1.000 m; Ausbau des Hafenbeckens; nochmalige Erweiterung der Lagerfläche um 6,5 auf 28 ha 112 Mio. US$; bis 2015 3 Liegeplätze; 950.000 TEU

Quelle: MPA

Langfristig rechnet die Hafenbehörde mit einem ständigen Anstieg des Containerverkehrs von und nach Mauritius, so dass auch über 2015 hinaus eine weitere Vergrößerung des Hafens geplant ist. Die gesamten Investitionskosten hierfür werden mit 430 Mio. US$ beziffert. Erste Ausschreibungen können bereits 2012 erfolgen.

Im Rahmen dieser 2. Ausbauphase soll unter anderem die Fahrwassertiefe im Hafenbecken auf 18 m, in der Zufahrt auf 19 m vertieft werden. Im Zentrum der Maßnahmen steht der Bau eines insgesamt 2 km langen Dammes, welcher das Hafenbecken fast vollständig umschließen soll. Dies ist erforderlich, da der Containerhafen bislang zur See hin offen und damit insbesondere bei stürmischen Wetterbedingungen der Brandung ungeschützt ausgesetzt ist. Vor allem beim Durchzug von Zyklonen kommt es immer wieder zu Überspülungen im Bereich des Terminals und damit zu Ausfällen bei den Betriebszeiten.

Der geplante Damm geht auch einher mit zusätzlicher Landgewinnung für die künftige Erweiterung der Anlagen. Zug um Zug mit dem Bau des Dammes soll durch Aufschüttung eine zusätzliche Landfläche von 60 ha gewonnen werden. Dadurch wird ein zweites Containerterminal mit einer Kailänge von 1.000 m und einer 40-ha-Lagerfläche entstehen. Dieses neue Terminal soll ebenfalls über drei Liegeplätze verfügen und wird auf eine jährliche Umschlagskapazität von über einer 1 Mio. TEU ausgelegt.

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