Lesotho Wasser

Lesothos Wassersektor braucht Know-how aus dem Ausland

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Verfasser: Carsten Ehlers (1. Quartal 2011)

Maseru (gtai) - Nachdem der lesothische König 2010 das Gesetz für eine Kommerzialisierung des Wassersektors unterzeichnet hat, bestehen keine Hürden mehr für private Beteiligungen. Die Frage wird sein, unter welchen Bedingungen sich private Unternehmen zu einen Engagement bewegen lassen. Derzeit fließt reichlich Geld in die Umstrukturierung des Sektors sowie in Infrastrukturprojekte. Dabei muss nahezu komplett auf Know-how aus dem Ausland zurückgegriffen werden. (Kontaktanschrift)

Wasserversorger wird kommerzialisiert / Private Beteiligungen sind erwünscht

Lesotho

Für die Kommerzialisierung seines Wassersektors ist Lesotho auf ausländisches Know-how angewiesen. Nach diversen institutionellen Umstrukturierungen werden Berater, die Möglichkeiten für private Aktivitäten identifizieren, benötigt. Zudem stellt sich die Frage, welche Infrastrukturprojekte noch realisiert werden müssten, damit sich private Unternehmen für ein Engagement interessieren. Finanziert wird die Umstrukturierung größtenteils von der Weltbank im Rahmen ihres Lesotho Water Sector Improvement Project. Diese übernimmt auch die Finanzierung der Berater und soll die Positionen im April 2011 ausschreiben.

Der rechtliche Rahmen für eine Kommerzialisierung des Wassersektors wurde 2010 durch das vom lesothischen König Letsie III unterzeichnete neue Wassergesetz geschaffen. Als eine der ersten Maßnahmen wurde der seit 1991 existierende städtische Wasserversorger Water and Sewerage Authority (WASA) umbenannt in Water and Sewerage Company (WASCo). Die Gesellschaft wird für die Wasseraufbereitung und Distribution zuständig sein und soll, soweit möglich, nach marktwirtschaftlichen Prinzipien agieren.

Die Vorgängerorganisation WASA arbeitete wie ein Staatsunternehmen und schrieb ständig rote Zahlen. Diese Verluste mussten aus Steuer- und vor allem Entwicklungshilfegeldern ausgeglichen werden. Durch eine Kommerzialisierung erhoffen sich die Verantwortlichen einen Wassersektor, der zumindest teilweise auf eigenen Beinen steht, sodass die Hilfen schrittweise heruntergefahren werden können.

Im Gespräch ist derzeit, WASCo nicht nur das Distributionsnetz und die Aufbereitungsanlagen, sondern zusätzlich auch die Staudämme des Landes zu übertragen. Ursprünglich sollte dafür ein separater Betreiber gefunden werden. Die Entscheidung in dieser Frage liegt noch beim Kabinett.

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