Lesotho IKT

Lesothos Mobilfunkmarkt wächst weiter zweistellig

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Verfasser: Carsten Ehlers (1. Quartal 2011)

Maseru (gtai) - Der lesothische Mobilfunkmarkt legt weiterhin kräftig zu. Inzwischen nutzen etwa 1,1 Mio. der rund 2,1 Mio. Bewohner des Landes ein Handy. Das immer noch bestehende Potenzial dürfte in wenigen Jahren ausgeschöpft sein. Dann sehen die Anbieter den Datentransfer als neues Wachstumsfeld an. Gleiches gilt jetzt schon für das Festnetz, das bei etwa 45.000 Anschlüssen stagniert. Gearbeitet wird vor allem mit chinesischer Technologie von ZTE und Huawei. (Kontaktanschriften)

Vor allem chinesische Technologie wird verwendet / Zukunft liegt bei Datenübertragung

Lesotho

Der Kundenstamm der lesothischen Mobilfunkanbieter Vodacom und Econet Telecom Lesotho (ETL) hat sich zwischen 2009 und Anfang 2011 bei beiden Unternehmen mehr als verdoppelt. Insgesamt rund 1,1 Mio. der 2,1 Mio. Basuthos, wie die Bewohner des Königreiches genannt werden, sind inzwischen Handynutzer. Für die kommenden zwei Jahre erwarten beide Betreiber, dass die Kundenzahl weiter steigt, danach allerdings dürfte das Potenzial ausgeschöpft sein.

Stattdessen müssen die Anbieter schon jetzt in Technologien investieren, die den bereits vorhandenen Kunden die Nutzung zusätzlicher Dienstleistungen ermöglichen. Die Grundlage dafür wurde gelegt: In zehn Städten des Landes ist die Nutzung von 3G möglich, auch GPRS wurde eingeführt. Mehr als 80% der Bevölkerung haben derzeit Zugang zum Mobilfunknetz. Vodacom sieht die künftigen Wachstumschancen im Bereich Datenübertragung. So sollen den lesothischen Firmen entsprechende Dienstleistungen vermehrt angeboten werden.

Lesothos Telekommunikationssektor 2011
Marktteilnehmer Kundenzahl
Vodacom (Mobil) 822.000
ETL (Mobil) 280.000
ETL (Festnetz) 45.00

Quelle: Recherche von Germany Trade & Invest

Beide Unternehmen werden daher weiter investieren. Bei Vodacom wird in Kürze mit der kompletten Übernahme durch die britische Vodafone gerechnet. Dann, so Malik Melamu, Geschäftsführer bei Vodacom Lesotho, würde bei Neuinvestitionen die zentrale Beschaffungsstelle in Europa eingeschaltet. Bislang arbeitet das Unternehmen vorwiegend mit chinesischen Ausrüstungen von Huawei.

Auch ETL verwendet fast ausschließlich chinesische Technologie von Zhong Xing Telecommunication Equipment (ZTE). Im Jahr 2009 erhielt das Unternehmen aus der VR China einen Kredit in Höhe von etwa 210 Mio. Rand (R; umgerechnet rund 21,2 Mio. Euro). Ein beträchtlicher Teil dieses Geldes kommt dem Festnetz von ETL zugute, das dringend ausgebaut werden soll.

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