Lesotho Energie

Lesotho hat Potenzial bei erneuerbaren Energien

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Verfasser: Carsten Ehlers (1. Quartal 2011)

Maseru (gtai) - Die Regierung Lesothos strebt nach mehr Autarkie bei der Energieversorgung. Derzeit gibt es Bestrebungen, im Energiebereich einen attraktiven Regelrahmen für Privatinvestoren zu schaffen. Hierzu wird ausländisches Know-how benötigt. Zu interessanten Projekten könnte es vor allem bei den erneuerbaren Energien kommen. Lesotho ist reich an Flüssen. In Teilen des Landes weht kräftiger Wind. Bislang muss ein Großteil des Strombedarfs importiert werden. (Kontaktanschriften)

Know-how für Regulierung des Energiemarktes gesucht / 25-MW-Windpark weiterhin ein Thema

Lesotho

Lesotho möchte private Investoren für den Energiebereich anlocken, insbesondere bei erneuerbaren Energien. Das dürfte ohne einen Regelrahmen mit Einspeisetarif und standardisiertem Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement, PPA) trotz vorhandenen Potenzials jedoch schwierig werden. Diese Erfahrung macht momentan auch der große Nachbar Südafrika, der dabei ist, den Energiesektor für private Projekte attraktiv zu gestalten. Gleiches hat auch Lesotho vor. Für die Einführung einer solchen Refit-Policy hofft das Königreich auf internationale Unterstützung, da das Land kaum über Kapital verfügt.

Insbesondere bei Wind- und Wasserkraft hat Lesotho reichlich Potenzial. Seit über einem Jahr ist ein 25-MW-Windpark im östlichen Hochland bei Mokhotlong im Gespräch. Es wäre der derzeit größte Windpark im südlichen Afrika. Interessent ist die südafrikanische Netgroup, die gerne deutsche Partner, sowohl bei der Finanzierung als auch bei der technischen Beratung, ins Boot holen möchte.

Auf etwa 660 Mio. Rand (umgerechnet rund 68,8 Mio. Euro) wird das Investitionsvolumen geschätzt. Problem derzeit ist die Preisgestaltung. So ist der lesothische Stromversorger nicht bereit, einen Abnahmepreis zu bezahlen, mit dem sich Netgroup zufolge die Produktionskosten decken ließen. Die Hoffnung besteht von beiden Seiten, dass eine ausländische Entwicklungsbank oder Geberorganisation beziehungsweise die lesothische Regierung das Projekt finanziell unterstützt.

Des Weiteren bietet Lesotho auch gute Voraussetzungen für die Installierung kleinerer Wasserkraftwerke. Das Land ist von etlichen kleineren Flüssen mit teilweise hoher Fließgeschwindigkeit durchzogen. In der Diskussion ist derzeit die Wiederinbetriebnahme zweier im Jahr 2000 stillgelegter Wasserkraftwerke im Südosten (640 KW) und im östlichen Hochland (420 KW).

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