Südafrika Farben/Lacke

In Südafrika werden wieder mehr Farben und Lacke gekauft

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Verfasser: Heiko Stumpf (2. Quartal 2012)

Johannesburg (gtai) - Die südafrikanischen Hersteller von Farben und Lacken erwarten für 2012 weiteres Wachstum. Die größten Abnehmerbranchen bei Spezialfarben und Lacken sind die Automobilindustrie und der Bausektor. Hinzu kommen private Haushalte als Nachfrager von Wandfarben. Alle drei Abnehmergruppen befinden sich zurzeit in einer besseren wirtschaftlichen Lage als die Jahre zuvor und sorgen für eine Nachfragebelebung. Umweltfreundliche Produkte werden zunehmend beliebter. (Kontaktanschriften)

Bau, Kfz und Privatkonsum sorgen für stärkere Nachfrage / Bemühen um höhere Qualitätsstandards

In Südafrika haben sich die Aussichten für den Markt von Farben und Lacken wieder deutlich aufgehellt. Nachdem die Branche 2009 und 2010 zwei schwierige Jahre erlebte, rechnet der Industrieverband South African Paint Manufacturing Association (SAPMA) für 2012 mit einem Umsatzwachstum von rund 8% auf 8,6 Mrd. Rand (R; etwa 860 Mio. Euro; 1 R = circa 0,10 Euro). Bereits 2011 konnte mit einer Zunahme der erzielten Umsätze um 6% auf 7,9 Mrd. R wieder ein spürbarer Aufwärtstrend verzeichnet werden.

Der Aufschwung der Sparte zeigt sich aber vor allem am Anstieg des verkauften Volumens in Litern. Während selbst 2009 und 2010 ein leichtes Umsatzplus von etwa 3% erreicht werden konnte, gab es bei der Absatzmenge einen deutlichen Einbruch auf je 250 Mio. l (bisheriges Höchstjahr 2007: etwa 290 Mio. l). Grund für diese gegensätzliche Entwicklung waren steigende Preise aufgrund höherer Kosten für Komponenten und Rohstoffe.

Nun ist aber auch bei den abgesetzten Volumina eine deutliche Belebung zu verspüren. So konnten bereits 2011 wieder 266 Mio. l Farben und Lacke verkauft werden und für 2012 rechnet die SAPMA mit einem weiteren Anstieg um 3% auf 274 Mio. l. Für die Zukunft gehen Branchenexperten von einem weiteren Wachstum in etwa dieser Größenordnung aus.

Getragen wird die positive Entwicklung von einer besseren Wirtschaftslage bei den drei wichtigsten Abnehmergruppen der Branche. Der sehr bedeutende Bausektor befindet sich nach zweijähriger Krise seit 2011 wieder auf Erholungskurs und wird in Zukunft vor allem von neuen Infrastrukturprojekten profitieren. Durch den Staatshaushalt 2012 sind bis 2014 bereits Ausgaben in Höhe von 844 Mrd. R genehmigt. Interessant bleibt auch der staatlich geförderte Bau von Billighäusern (Low Cost Housing). Ein Bedarf von ungefähr 2,1 Mio. Einheiten und zunehmende Verstädterung sorgen für entsprechende Projekte.

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