Südafrika Agrochemie

In Südafrika 2012 gute Aussichten für Agrochemie

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Verfasser: Carsten Ehlers (4. Quartal 2011)

Bonn (gtai) - Aufgrund hoher Preise für landwirtschaftliche Grundnahrungsmittel gehen die Hersteller von innovativen Agrochemikalien optimistisch in das Jahr 2012. In Südafrika sorgen der vermehrte Einsatz von GM-Saaten sowie der Anbau von hochwertigen Exportprodukten für ein dynamisches Geschäftsumfeld. Stark expandierende Märkte in der Region sind zudem Sambia und in geringerem Maße Angola und Mosambik. Zweitwichtigster Abnehmer im südlichen Afrika bleibt Simbabwe. (Kontaktanschriften)

Simbabwe immer noch zweitgrößter Markt / Leichte Verbesserungen bei Zulassungsverfahren

Die deutschen Anbieter von innovativen Produkten im Bereich Agrochemie blicken mit Optimismus auf das Jahr 2012. Klaus Eckstein, Leiter von Bayer CropScience im südlichen Afrika, sieht die Preise für Agrarrohstoffe weiterhin auf hohem Niveau. Zurzeit kann eine Tonne Getreide für etwa 2.600 Rand (R; umgerechnet rund 234 Euro) verkauft werden. Derart hohe Preise, die auch aus den heftigen Ernteausfällen in Russland und Kasachstan Mitte 2010 herrühren, bieten laut Eckstein speziell für innovative Anbieter ein gutes Umfeld.

Farmer sind bei solchermaßen attraktiven Preisen bereit, mehr Geld in Ertrags- und Qualitätssicherung und damit in innovative agrochemische Erzeugnisse zu investieren. Zusätzlich sind integrierte Serviceleistungen gegenwärtig sehr gefragt. Dazu zählt etwa die Beratung beim Einsatz von Agrochemikalien in Abstimmung mit einem beispielsweise in Übersee ansässigen Abnehmer.

Zu den führenden Anbietern innovativer agrochemischer Produkte in Südafrika zählen Syngenta (Marktanteil circa 17% am Gesamtmarkt für Agrochemie), Bayer (rund 13%), BASF (etwa 8%) sowie das amerikanische Unternehmen Dow (annähernd 9%).

Traditionell gutes Absatzpotenzial für innovative Agrochemikalien bietet der Anbau von Wein, Tafeltrauben und tropischen Früchten, da hier die Margen deutlich höher liegen als bei anderen Produkten, etwa bei Mais. Besonders Obst ist ein wichtiges Exportgut. Als solches unterliegt es den internationalen Handels- und Qualitätsanforderungen hinsichtlich maximaler Rückstandsmengen für Agrarchemikalien (MRLs) und sekundärer Qualitätsstandards von verschiedenen Supermarktketten. Südafrika ist nach Spanien der weltweit zweitgrößte Hersteller von Zitrusfrüchten. Sehr viel Dynamik verspricht in den kommenden Jahren der Anbau von Macadamia-Nüssen. Schon jetzt ist die Anbaufläche stark auf annähernd 17.000 ha gewachsen.

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