Lesotho Bergbau

In Lesothos Diamantenbergbau wird weiter investiert

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Verfasser: Carsten Ehlers (1. Quartal 2011)

Maseru (gtai) - Lesothos Diamantenbergbau hat nach der Krise 2009 wieder deutlichen Aufwind. Namakwa Diamonds und Firestone Diamonds investieren beide in ihre Minen, um die Produktionskapazität zu erhöhen. Mit Kolo und Lemphane sind in zwei aussichtsreichen Komplexen Explorationsarbeiten im Gange. Dort könnte es in den kommenden Jahren noch zu umfangreichen Investitionen kommen. Schlagzeilen macht Lesotho regelmäßig durch die Funde besonders großer Diamanten. (Kontaktanschriften)

Ausbau von Kao und Liqhobong / Regelmäßig Funde großer Steine

Lesotho

Der Diamantenbergbau Lesothos befindet sich nach der Krise des Jahres 2009 erneut im Aufschwung. Bereits 2010 nahm die Produktion deutlich zu, für 2011 wird eine weitere spürbare Belebung erwartet. Die umfangreichste Erweiterung nimmt momentan Namakwa Diamonds vor. Das Unternehmen investiert etwa 55 Mio. US$ in den Ausbau der Kao-Kimberlit-Mine. Laut Namakwa soll dadurch die Produktionskapazität von etwa 65.000 Karat (Schätzung für 2011) auf nahezu 300.000 Karat pro Jahr erhöht werden. Namakwa ist derzeit dabei, die Maschinen und Ausrüstungen zu beschaffen.

Darüber hinaus investiert Firestone Diamonds, das wie Namakwa an der Londoner Börse gelistet ist, etwa 13 Mio. Pfund Sterling (£; rund 15 Mio. Euro; 1 £ = circa 1,16 Euro) in den Ausbau der Liqhobong-Mine. Konkret geht es um die Erweiterung des Schachtes "Plant 1". Bereits in Betrieb befindet sich der zweite Schacht "BK11". Nach Abschluss der Arbeiten - voraussichtlich Ende 2011 - dürfte der Output um das Dreifache steigen.

Mit Letseng, Liqhobong, Mothae und Kao wird derzeit in vier Minen gearbeitet, bei zwei weiteren (Lemphane und Kolo) finden Explorationsarbeiten statt. Sollten diese die erhofften Ergebnisse bringen, dürfte die Diamantenproduktion im Lande langfristig weiter zunehmen.

Diamantenminen in Lesotho
Name der Mine Region Eigentümer
Letseng Mokhotlong (Eastern Highlands Gem Diamonds (70%), lesothische Regierung (30%)
Liqhobong Butha Buthe (Eastern Highlands) Firestone Diamonds (LSE)
Mothae Mokhotlong (Eastern Highlands) Lucara Diamond (Vancouver)
Kao Butha Buthe (Eastern Highlands) Namakwa Diamonds (LSE)

Quelle: Recherche von Germany Trade & Invest

Der Startschuss für den lesothischen Diamantenbergbau erfolgte Ende 2004, als die Letseng-la-Terae-Mine voll in Betrieb ging. Seitdem wurden in Lesotho mehrere besonders große Diamanten gefunden, so im Oktober 2006 der weltweit 15-größte Stein mit 503 Karat.

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