Angola Bergbau

Angola will Bergbausektor diversifizieren

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Von Inge Hackenbroch (Mai 2010)

Nairobi / Luanda (gtai) - In Angolas Bergbau stehen in den nächsten Jahren weitere Milliardenprojekte an. Die Regierung bemüht sich vor allem um eine Diversifizierung des Sektors durch eine Wiederbelebung des Eisenerz- und Kupferbergbaus. Für die Großprojekte werden internationale Investoren gesucht. Auch im Diamantenbergbau stehen weitere Projekte an. Die Lagerstätten werden erst zu 50% ausgebeutet. Für 2010 wird ein neues Bergbaugesetz erwartet. Die Projekte bedeuten Chancen für Zulieferer von Ausrüstungen. (Kontaktanschriften)

Eisenerz- und Kupferminen werden ausgebaut / Für Megaprojekte werden internationale Investoren gesucht

Angola verstärkt in jüngster Zeit die Bemühungen um eine Diversifizierung des Bergbaus, um die Abhängigkeit von dem dominierenden Diamantensektor zu verringern. Ein entsprechendes Programm wurde vom Bergbauministerium bekanntgegeben. Auch ein neues Bergbaugesetz wird 2010 erwartet.

Die führenden nationalen Bergbaugesellschaften befinden sich auf der Suche nach internationalen Investoren, um die Megaprojekte finanzieren zu können. So soll nach Berichten aus der Branche voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2010 eine stillgelegte Kupfermine in der Region Mavoio wieder in Betrieb genommen werden. Darüber hinaus steht bis zum Jahresende die Entscheidung über ein Joint Venture für ein groß angelegtes Vorhaben im Eisen- und Manganerzbergbau an, mit Investitionen in der Größenordnung von 6 Mrd. US$.

Die Kupferkonzession betrifft eine Fläche von 10.000 qkm in Tetelo-Mavoio in der Provinz Uíge an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Die Mavoio-Mine hatte in der Vergangenheit 3.000 Arbeiter beschäftigt und rund 30.000 t Kupfer jährlich produziert, bevor sie Anfang der 70er Jahre stillgelegt wurde. Zwei angolanische Bergbauunternehmen AP Services und Genius Mineral haben zwei Jahre lang erhebliche Kupfervorkommen zu Tage gebracht, zusammen mit Lagerstätten von Kalzit, Eisen und Pyrit. Berichten zufolge bemühen sich die Angolaner vor allem um chinesische Investoren für das Projekt.

Nach Betriebseröffnung wird eine monatliche Förderung von 20.000 reinem Kupfer angestrebt, so das Bergbauministerim. Es wird allerdings einige Jahre bis zur Erreichung der vollen Kapazität dauern. Von dem Projekt wird ein wesentlicher Entwicklungsschub für die Infrastruktur der abgelegenen Provinz erwartet.

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